Mediation: Wenn Reden nicht mehr hilft, hilft vielleicht anderes Reden
„Wir haben doch schon hundertmal darüber gesprochen!“
Vielleicht kennen Sie diesen Satz. Und vielleicht stimmt er sogar.
Sie haben erklärt. Argumentiert. Widersprochen. Sich verteidigt. Noch einmal erklärt. Und irgendwann entsteht das Gefühl: Reden bringt einfach nichts mehr.
Doch vielleicht liegt es gar nicht daran, dass Sie miteinander reden.
Vielleicht liegt es daran, wie Sie miteinander reden.
In festgefahrenen Konflikten wiederholen sich häufig dieselben Gesprächsmuster. Einer sagt etwas – der andere hört einen Vorwurf. Einer erklärt – der andere verteidigt sich. Und schon beginnt die nächste Runde.
Mediation ermöglicht ein anderes Reden.
Nicht, um noch bessere Argumente zu finden. Sondern um zu entdecken, was hinter ihnen liegt. Nicht nur zu hören, was der andere sagt, sondern zu verstehen, was ihm daran wichtig ist.
Der Mediator unterstützt dabei die Kommunikation, während die Beteiligten ihre Lösung selbst entwickeln.
Und vielleicht geschieht dann etwas, das in den bisherigen Gesprächen noch nicht möglich war:
Aus Rechtfertigung wird Neugier.
Aus Vorwürfen werden Wünsche.
Aus „Das bringt doch sowieso nichts“ wird die Frage:
„Was müssten wir anders besprechen, damit etwas Neues entstehen kann?“
Manchmal braucht ein Konflikt deshalb nicht weniger Kommunikation.
Sondern eine andere.
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