In jeder Verhandlung stellt sich die Frage nach der Verhandlungsmacht. Verhandlungsmacht ist das Vermögen einer Partei seine eigene Position ohne Rücksicht auf die andere Partei durchzusetzen.
Über kaum ein Thema wird in Trennungs- und Scheidungssituationen so ausgiebig und intensiv gestritten wie über Unterhalt. Dies gilt natürlich auch für Mediationsverfahren. Hier ist es besonders schwierig, als Mediator durch entsprechende Gesprächsführung die Klienten davon abzuhalten, sich in endlose Basarverhandlungen zu verstricken.
Wie Mediatoren mit dem (häufigen) Problemen von stoffgebundenen und nicht stoffgebundenen Süchten und psychischen Erkrankungen umgehen sollen, ist umstritten. Die einen plädieren dafür, in solchen Fällen Mediation von vorn herein auszuschließen während die anderen Mediation auch hier für möglich halten.
Bei einem Nullsummenspiel sind die Gewinne und Verluste aller Spiele gleich null. Demnach ist auch jeder Zivilprozess zunächst einmal ein Nullsummenspiel, da der Gewinn des Klägers dem Verlust des Beklagten entspricht. Selbst wenn ein Richter es wollte, kommt er aus dieser Begrenzung nicht heraus, da der Kuchen der möglichen Lösungen (ohne Zustimmung der Parteien) nicht
In der letzten Phase der Mediation wird eine Abschlussvereinbarung formuliert. In der vorangegangenen Phase wurden Lösungsmöglichkeiten erörtert und bewertet. Die von den Konfliktparteien gefundene Konsenslösung wird nun in der letzten Phase ausformuliert.
Bewusst oder auch unbewusst werden von den Beteiligten in Verhandlungssituationen und in der Mediation immer wieder manipulative Techniken angewandt. Hierauf muss der Mediator oder bei einer moderierten Verhandlung der Mediator reagieren.
In der Phase der Konflikterhellung wurde das gegenseitige Verstehen gefördert, weil nicht mehr um Positionen gestritten wurde. Es entsteht (im Idealfall) eine kooperative Grundstimmung, die Raum schafft, Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten.
In einem früheren Posting hatte ich auf das Buch von Christian-Rainer Weisbach „Professionelle Gesprächsführung“ hingewiesen. In dem gleichen Buch unterscheidet er vier Arten des Zuhörens: